Das Gattlenhaus

Das Baujahr dieses Hauses, das zwischen dem großen Zentriegenbau und dem Rektorathaus liegt, ist unbekannt. Es ist jedenfalls uralt und, da dasselbe gänzlich aus Stein gebaut ist, wird der Bauherr ein vermögender Mann gewesen sein. Nur wohlhabende Leute errichteten in frühern Jahrhun­derten Steinbauten, weil die Bausteine (vor Erfindung des Sprengpulvers) sehr selten waren. In den Kellern dieses Hauses, deren Türeinfassungen in Tuff gotisch sind, finden sich zwar Jahresdaten; diese sind jedoch unleser­lich. Vor Jahren fand man im Estrich des Hauses auf einem Tragbalken eine Heiligen-Statue, ebenfalls gotischen Stiles. In längst verflossenen Zeiten war es in katholischen Gegenden nämlich Brauch, die Häuser unter den Schutz irgend eines Heiligen zu stellen. So stellte man in Visperterminen den Ge­meindekeller unter den Schutz des heiligen Theodul durch die Theodulstatue. Eine Familie Zurbriggen, deren Großmutter eine Gattlen war, be­wohnt jetzt das Haus.

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TitelPreisStatusTypWohnflächeZweckSchlafzimmerBadezimmer